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Ortsbegehung in Ziegelbronn am 4. Dezember 2008
Dank der guten Beziehungen zur Schwäbisch Haller Polizeiführung ist es Werner Klose gelungen, einen Ortstermin am geplanten Standort Morgenweide 1 zu arrangieren. Aus SHA war Herr Hambrecht und aus Stuttgart Herr Gärtner, Feder führend für die Planung der BOS-Masten in den Landkreisen SHA, AA und KÜN, angereist. Acht Mitglieder des Arbeitskreises und die beiden Polizeibeamten trafen sich am 4. Dezember am Parkplatz Pflanzenparadies Deininger in Ziegelbronn. Auch zwei Vertreter des Haller Tagblattes, Herr Korte und Herr Arslan waren anwesend und verfolgten die Diskussion um Vor- und Nachteile von TETRA, die letztendlich darin abschloss, dass die Beamten auf ihren Planungsauftrag verwiesen, der für B-W mit der Erstellung der Masten und Inbetriebnahme des Funknetzes in 2009/10, der bundesweiten Ausdehnung bis 2013 und schließlich mit der Abschaltung des anlogen Funknetzes 2017 vorsieht.
Allen Beteiligten war klar, dass die Gegenseite kaum von ihren Positionen abrücken konnten und wollten, dabei erfolgte der Austausch der Argumente durchaus ernsthaft und mit Verständnis für die Gegenposition. Die Arbeitskreisler fühlten sich mit ihrem Argument, den Standort noch weiter von Gailsbach abzurücken Ernst genommen und die Behördenvertreter erklärten sich bereit, zwei weitere Standort funktechnisch zu prüfen. Willy Kircher erhielt den Auftrag, die genauen Koordinaten der Alternativ-Standorte mitzuteilen – gleichzeitig sollte er auch bei den Eigentümern ein Signal für die Verpachtungsbereitschaft einholen. Bei genauerer Betrachtung muss festgestellt werden, dass der Arbeitskreis bei der Planung und Verwirklichung des TETRA-Mastes mitwirkt und eventuell sogar Wege zur Genehmigung ebnet. Ein Vorgang, der abstrakt gesehen, höchst merkwürdig erscheint und sich nur dadurch erklärt, dass das BOS-Netz kraft gesetzlichen Auftrags auch gegen jeden erdenklichen Widerstand durchgesetzt werden kann, und wir wenigstens bei der Strahlungsminimierung für die Gesamtbevölkerung mitwirken können.
Beide Alternativ-Standorte zu Morgenweide 1 liegen an öffentlichen Wegen und erfüllen somit die problemlose Leitungsführung, lediglich die längeren Erschließungsentfernungen
von ca. 800 € pro laufendem Meter fallen ins Gewicht.
Ulrich Herzog
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