|
Über den Autor:
Stefan Spaarmann ist Diplom-Physiker und arbeitet in der chemischen Industrie u. a. auf dem Gebiet der Emissions-Spektralanalyse und führt gewerbliche Mobilfunk-Messungen durch.
1.) Das Problem
Mobilfunk arbeitet heute mit modulierten Mikrowellen. Biologisch ist das insofern bedenklich, als aus der uns umgebenden Natur nur vernachlässigbar schwache Mikrowellen in unseren Körper gelangen. An die (ohne zwingende Notwendigkeit) im Vergleich dazu um viele Größenordungen stärkeren technischen Mikrowellen sind Organismen evolutionär nicht angepasst. Dazu kommt, dass extrem niederfrequente Wellen aus der Natur unseren Lebensrhythmus bestimmen.
Verletzen wir die uns noch weitgehend unbekannten biologischen Regeln der Gesundheit durch bedenkenlos eingesetzte elektromagnetische Felder (EMF), führt das zu Störungen der Gesundheit.
2.) Vorsorge – Fehlanzeige: die zwei Irrtümer der Mobilfunkentwicklung
- Der erste Irrtum: Nichtionisierende Strahlung ist unterhalb thermischer Wirkungen ungefährlich, man muss keine Vorsorge treffen, es gibt keine Langzeitwirkungen.
- Der zweite Irrtum: Man schadet der Wirtschaft wenn man die Vorsorge einbezieht.
Im Gegenteil, die Wirtschaft leidet Schaden, wenn HighTec nicht für den EMF-Immisionsschutz eingesetzt wird. Es gibt Möglichkeiten den Mobilfunk umweltverträglich zu machen.
3.) Die Empfehlungen der Baubiologen
Die Strahlung der Basisstationen ist doch viel schwächer als die der Handys, wieso spielt sie denn eine Rolle?
Weil sie nie Pause macht und dadurch den Körper zermürbt.
Ein längst durchdachtes Konzept heißt: So wenig wie vernünftig erreichbar.
EMF-Intensitäten müssen so gering wie möglich gehalten werden, damit sie auch bei langer Exposition möglichst nicht schaden.
4.) Das Handy – ein Problem
Das Handy ist mit seiner Sendeantenne beim Telefonieren unmittelbar am Kopf, entsprechend der geringen Entfernung ist die Belastung ungewöhnlich hoch. Zum Glück kann man ein Handy ausschalten und sich kurz fassen. Das wird oft nicht gemacht, weil nicht einmal ein Warnhinweis am Handy auf die Gefahr hinweist.
Ohne wissenschaftliche Untersuchungen kann das Problem einer gesundheitlichen Gefahr nicht geklärt und möglicherweise entschärft werden – aber höchste Vorsicht walten zu lassen, das ist möglich. Es ist absurd anzunehmen, dass das Gehirn mit seinen vielfältigen elektrischen Aktivitäten – sichtbarer Ausdruck sind die Gehirnwellen – nur durch Wärmeeinwirkungen beeinträchtigt werden könne und der Eintrag durch Information durch Strahlung nichts bewirke.
5.) Wie kann die Belastung minimiert werden?
Es wurde bewiesen, dass durch Sorgfalt bei der Planung die Immission der herkömmlichen Mobilfunknetze unter 10 Mikrowatt/m² bleiben kann.
- Die Grundversorgung mit Kommunikationsdiensten muss über Kabel bzw. Faser erfolgen. Für Funk zu oder zwischen bewegten Objekten wird jedoch Strahlung benötigt. Die erforderliche Intensität kann und muss aber aus Vorsicht räumlich und zeitlich minimiert werden.
- Die Empfindlichkeit der Empfänger im Handy liegt 100 milliardenmal (1011) unter den heutigen Grenzwerten. Es ist total unvernünftig diese elektronische Empfängerempfindlichkeit nicht auszunutzen.
- Trennen von Außen- und Innenversorgung.
Zu verlangen, dass die Mikrowellen die dicksten Wände durchstrahlen, ist aus nachrichten-technischen, ökonomischen und gesundheitlichen Gründen Schwachsinn. Die Wohnung muss, wenn es der Bürger wünscht, geschützt sein und strahlungsfrei bleiben. Die Durchstrahlung von Wohnungswänden gegen den Willen der Betroffenen ist sittenwidrig und gleicht einer Vergewaltigung bzw. vorsätzlichen Körperverletzung („Vorsorgeparadigma“). Die Trennung von Innen- und Außenversorgung gestattet es, die Sendeleistungen generell drastisch zu reduzieren. Außen und erst recht innen sinkt die Belastung. Wer eine Innenversorgung wünscht, kann das mit einem Repeater winzigster Leistung erreichen. Die Trennung von Innen- und Außenversorgung mit Mobilfunk ist die einfachste, am wenigsten aufwendige Zwischenlösung, die man sich vorstellen kann. Aus Dummheit und Sturheit wird dieser Weg nicht gegangen und dabei die Schuld auf die Handybesitzer geschoben – die wollen das angeblich so.
Bedarfsgerechte Versorgung statt flächendeckender Zwangsbestrahlung.
Geringste Emissionen erreicht man durch winzigste Sendeleistungen in Netzen mit geringster Dämpfung zwischen Sender und Empfänger (optische Sicht). Kleinstzellige Netze erfordern niedrigst mögliche Sendeleistungen. Kleinstzellige Netze können Strahlung dort erzeugen, wo sie gebraucht wird (vergleichbar mit der Straßenbeleuchtung). Obwohl die Anzahl der Zellen viel größer würde, wären beträchtliche Kosten-einsparungen zu erwarten, denn alles wird sehr viel kleiner und in die bereits bestehende Infrastruktur eingebunden. Nur so kann Funk nach individuellem Bedarf realisiert werden.
6.) Was ist besser, Verbote oder Wettbewerb durch Steuern?
Sollte man nach pauschalen Verboten des Mobilfunks rufen?
Ich glaube, das wäre der falsche Weg. Niemand von uns möchte das Rad der technischen Entwicklung zurück-drehen, Mobilfunk ist unumkehrbar. Aber wir verlangen, dass die Möglichkeiten von HighTec genutzt werden für eine Massen-Kommunikation ohne Komfortverlust, aber im Einklang mit der Natur und nicht gegen sie. Mit anderen Worten: Umweltverträglicher Mobilfunk muss her. Der Staat könnte hierfür steuerliche Anreize schaffen und somit in die richtige Richtung lenken.
7.) Schlussfolgerungen
Das kompromisslose Beharren auf einem überholten Gesetz ohne wissenschaftlichen Hintergrund (ICNIRP-Richtlinien) bringt die Bürger auf.
Die 26. BImSchV muss dringend novelliert werden.
Umweltverträglicher Funk ist auf verschiedenen Wegen erreichbar.
Auf die Chance, die Gesundheit vorsorgend zu schützen, zu erhalten oder wiederzuerlangen, darauf haben wir ohne Wenn und Aber ein Recht.
Im Unterschied zu vielen anderen schädlichen Umwelteinflüssen hat EMF einen entscheidenden Vorteil: Man kann den Strom für den Sender abschalten, und der Smog ist schlagartig weg. Gendefekte lassen sich allerdings nicht rückgängig machen.
Den kompletten Artikel finden sie hier.
(Kurzfassung: Dietmar Guillard)
|
 |
Gerade in der Nacht, wenn unser Körper sich ausruhen möchte, sendet der Mast. Die Folgen: Schlafstörungen, Erschöpfungser-scheinungen, ... |
|